Traditionelle chinesische Tiermedizin
Die Akupunktur bei Tieren ist ein wesentlicher Bestandteil der Traditionellen Chinesischen Tiermedizin (TCTM), die auf denselben Prinzipien basiert wie die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) beim Menschen.
Akupunktur als Heilmethode
Diese alte Heilmethode geht davon aus, dass Krankheiten durch ein Ungleichgewicht der Lebensenergie, dem Qi, entstehen, das entlang von Energiebahnen, den sogenannten Meridianen, durch den Körper fließt. Ziel der Akupunktur ist es, dieses Ungleichgewicht zu korrigieren und die Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren.
Grundprinzipien der Akupunktur in der TCTM
- Qi und Meridiane: Wie in der menschlichen TCM wird angenommen, dass auch Tiere ein Netzwerk von Meridianen besitzen, entlang derer das Qi fließt. Störungen oder Blockaden in diesem Fluss können laut TCTM zu gesundheitlichen Problemen führen.
- Yin und Yang: Die Konzepte von Yin und Yang sind auch in der Tiermedizin von zentraler Bedeutung. Ein Ungleichgewicht zwischen diesen beiden Kräften – Yin steht für Ruhe, Kühle und Substanz, während Yang für Aktivität, Hitze und Bewegung steht – kann bei Tieren ebenso wie bei Menschen Krankheiten verursachen.
- Fünf-Elemente-Lehre: Diese Theorie teilt die Welt in fünf Elemente – Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser – ein, die in Beziehung zu bestimmten Organen und Körperfunktionen stehen. Krankheiten bei Tieren können nach dieser Lehre auf Störungen in einem oder mehreren Elementen zurückgeführt werden.
Anwendungsgebiete
- Chronische Schmerzen und Entzündungen: Akupunktur wird häufig bei Tieren mit Gelenk- und Muskelbeschwerden, wie Arthritis oder Hüftdysplasie, eingesetzt, um Schmerzen zu lindern und Entzündungen zu reduzieren.
- Neurologische Störungen: Bei Lähmungen, Bandscheibenvorfällen oder anderen neurologischen Problemen wird Akupunktur als ergänzende Therapieform angewendet.
- Verdauungsstörungen: Verdauungsprobleme, wie Koliken bei Pferden oder chronische Durchfallerkrankungen bei Hunden und Katzen, können laut TCTM durch Ungleichgewichte im Element Erde (Milz und Magen) entstehen, was durch Akupunktur korrigiert werden soll.
- Atmungserkrankungen: Auch bei Erkrankungen der Atemwege, wie Asthma oder chronischer Bronchitis, kommt die Akupunktur zum Einsatz.
- Verhaltensstörungen und Stress: Akupunktur kann bei Tieren helfen, die unter Stress, Angst oder Verhaltensstörungen leiden. Sie wirkt beruhigend auf das Nervensystem und unterstützt die emotionale Balance.
- Stärkung des Immunsystems: Bei älteren oder chronisch kranken Tieren wird Akupunktur auch angewendet, um das Immunsystem zu stärken und die allgemeine Vitalität zu fördern.
Die Durchführung
Wir sind in der Traditionellen Chinesischen Tiermedizin geschult und für diese Behandlungsmethode speziell ausgebildet.
Tiere reagieren in der Regel gut auf die Behandlung, da die Nadeln sehr fein sind und meist kaum Schmerzen verursachen. Viele Tiere entspannen sich während der Akupunkturbehandlung, manche schlafen sogar ein.
Die Sitzungen dauern normalerweise zwischen 15 und 30 Minuten und die Anzahl der Behandlungen variiert je nach Art und Schwere der Erkrankung.
Haben wir Ihr Interesse geweckt?
Wenn Sie Fragen zu diesem Fachbereich oder zum Behandlungsspektrum haben, zögern Sie bitte nicht, uns anzusprechen.
